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Geschwister-Scholl-Grundschule
Kaiserslautern

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Worauf es ankommt




Als der Stadtrat von Kaiserslautern im Jahr 1954 einstimmig beschloss, dieser neuen Schule den Namen der Geschwister Scholl zu geben, schrieb der damalige Dezernent und Beigeordnete Fritz Müller: "Wenn die Geschichte die Lehrmeisterin der Völker sein soll, dann wäre es falsch, nur die Höhepunkte in deren historischem Werden aufzuzeigen; denn das gäbe ein unwahres, falsches und verzerrtes Bild. Die tiefsten Punkte dürfen aus Gründen der Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit nicht übergangen und totgeschwiegen werden, Höhepunkte sollen begeistern und zur Nachahmung anspornen, Tiefpunkt zu ernster Besinnung veranlassen und vor Wiederholungen warnen."

"Die weiße Rose" ist das äußere Erkennungszeichen unserer Schule. So nannte sich in der Zeit des Nazi Regimes eine Widerstandsgruppe, die ab Herbst 1942 mehrere Flugblattaktionen in München und anderen großen Städten des " Reiches"durchführte, Ihr gehörten Hans und Sophie Scholl, Professor Kurt Hoher, Willi Graf, Christoph Probst, Alexander Schmorell und andere an, Am 18. Februar 1943 wurden die Geschwister beim Abwurf von Flugblättern im Lichthof der Universität München beobachtet, vom Hausmeister denunziert und von der Gestapo verhaftet. Der "Volksgerichtshof" verurteilte am 22. Februar 1943 alle zum Tode, und die Geschwister Scholl sowie Christoph Probst wurden noch am gleichen Tag durch das Fallbeil hingerichtet.

So ist der Name unserer Schule Erinnerung an die Geschwister Hans und Sophie Scholl. Er ist aber auch eine Mahnung, ein Auftrag: mit wachen Sinnen das öffentliche Leben zu beobachten, Verantwortung gegen über den Mitmenschen zu zeigen, sich für den Frieden, für die Gleichberechtigung aller Menschen und für die persönliche Freiheit des Einzelnen einzusetzen.

In diesem Auftrag wollen wir an unserer Schule mit Eltern, Kindern und Kollegen leben und lernen.